DIE WAISENARBEIT DER DR. LEPSIUS DEUTSCHEN ORIENT-MISSION IN GHASIR, KESSAB UND KAJA-PUNAR IN DEN JAHREN 1924-1933

Authors

  • Ashot Hayruni Yerevan State University

Keywords:

Dr. Lepsius Deutsche Orient-Mission, Ghasir, Near East Relief, akob Künzler, Waisenarbeit, Kessab, Andranik Kavoukdjyan, Kaja-Punar, Paul Gerhard Demniz, Ruth Kavoukdjyan, Paul Schütz

Abstract

Die Dr. Lepsius deutsche Orient-Mission traf im Jahr 1924 die Entscheidung, ein Waisen-
werk in Libanon zu begründen. Da damals von Frankreich in dem nach dem Friedenschluss
ihm zugefallenen Mandatsgebiet eine Zulassung deutscher Hilfsarbeit nicht zu erwarten war,
könnte eine Hilfsarbeit deutscher Organisationen dort erst im Anschluss an die jeweils politisch
nicht behinderten internationalen Werke geschehen. Die Missionsgesellschaft schloss sich
daher der großen internationalen Organisation des Near East Relief an und übernahm einen
Anteil der Kosten für 400 Waisenkinder, die ihr alter Mitarbeiter, Jakob Künzler, in Ghasir auf
dem Libanon im Dienst des NER betreute. Bis 1928 gestaltete sich die Zusammenarbeit mit
dem NER dergestalt, dass die Missionsgesellschaft für eine Hälfte der Unterhaltungskosten für
die Kinder, nämlich für die Beköstigung und Kleidung – in einer Kostenleistung von 240 M.
jährlich – sorgte, während die andere Hälfte bzw. die ärztliche Pflege, Unterricht und
Verwaltung vom NER getragen wurden. An der Arbeit im Waisenhaus, die sich über die
Waisenpflege hinaus auf die Bildung und Erziehung der Kinder bezog, nahmen das Ehepaar
Kavoukdjyan sowie Paul Gerhard Demniz und andere Armenierfreunde teil. Im Aufsatz ist die
im betreffenden Zeitraum im Waisenhaus von Ghasir, das später nach Kessab bzw. Kaja-Punar
übersiedelte, geleistete Arbeit eingehend erleuchtet und dargestellt worden.

Downloads

Published

2022-10-20

Issue

Section

History